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Fachtagung Smart Day: Verbinden. Vernetzen. Gestalten

Smarte Köpfe aus Handwerk, Industrie, Verwaltung und Bildung kamen am 25. April 2024 für unsere Fachtagung "Smart Day" an der Handwerkskammer Ulm zusammen. In 7 Impulsvorträgen, einem Podiumsgespräch oder auch während des Netzwerkens im Ausstellerbereich wurden Chancen aber auch Herausforderungen besprochen, die in der Elektrotechnik allgegenwärtig sind. In den Vorträgen sowie im Podiumsgespräch wurde mehrfach auf die große Relevanz InnoVET-Projekts „Exzellenz Handwerk“ hingewiesen und dieses als gleichwertige Alternative zur akademischen Bildung bezeichnet.

 



Einen großen und herzlichen Dank an alle Vortragenden, Podiumsgesprächsteilnehmer und Aussteller, die den "Smart Day" bereichert haben. Selbstverständlich danken wir auch den Mitveranstaltern des Vereins Smart Home & Living Baden Württemberg e.V. für die Kooperation sowie die Mitorganisation und Unterstützung!

 Um 10:00 Uhr startete die Fachtagung mit einer Begrüßung durch den Präsidenten der Handwerkskammer Ulm Joachim Krimmer sowie durch den Geschäftsbereichsleiter der Bildungsakademien der Handwerkskammer Ulm Ralf Rotzek. Seitens des Vereins begrüßte der stellvertretende Vorstandvorsitzende Christopher Rathfelder die Gäste.


 "Alles smart oder was? Vom Sinn und Unsinn der Automation" lautete der erste Vortragstitel von Prof. Dr. Michael Krödel von der Technische Hochschule Rosenheim. Der Trend zu Smart Home ist nicht zu verkennen und bietet Vorteile bzgl. Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz. Dabei gilt: Zu viel Automation ist nicht gut - aber zu wenig auch nicht! Wie findet man also das richtige Maß? Dieser Fragestellung widmete sich der Vortrag und stellte ergänzend zum fachlichen Stoff hilfreiche Vorlagen und Textblöcke zur Verfügung, um das Wissen auf konkrete Projekte übertragen zu können.

 

Wichtige Faktoren, die bei einem Smart Home Projekt mitgedacht werden müssen:

  • Was will der Kunde wirklich? Und was wird auch genutzt?

  • Wie lässt sich dank Gebäudeautomation Energie einsparen?

  • Welche Technologien eignen sich für welche Anforderungen?

 

Unter diesem Link finden Sie nicht nur die Vortragsfolien als Handout sondern auch weitere hilfreiche Tools wie den Smart Home-Fragebogen! https://download.igt-institut.de/240425-smartday/

 

Der zweite Vortrag von Uwe Brennenstuhl, Teamleiter Smart City, gab einen Einblick in die Smart City Strategie der Stadt Ulm. Der klare Fokus ist es, eine bürgergetriebene Smart City zu entwickeln. Jede Stadt hat dabei andere Herausforderungen. In Ulm geht z.B. um die Themen Bevölkerungswachstum, eine nachhaltige Stadtentwicklung, den Klimaschutz, sowie um den Umgang mit Daten.

 

Das Team der Smart City in Ulm geht diese Dinge mit einem technischen Ansatz an und möchte die Digitalisierung der Stadt so nutzerfreundlich wie möglich für ihre Bürger*innen gestalten. Es ist hierbei absolut wichtig alle Bürger*innen mitzunehmen. Das Ziel des Projektes ist es, das Leben der Menschen besser und einfacher zu machen.

 

Einige Projekte, die bereits umgesetzt oder geplant sind:

 

  • Musterwohnung für selbstbestimmtes Wohnen im Alter, Bethesda Ulm

  • Digitalmentor*innen

  • Smartes Grün

  • Co-Learning Space

  • Sonderparkraum

 

Was das im Einzelnen bedeutet und welche Punkte noch auf der Agenda stehen, können Sie hier nachlesen:  https://www.smartcitystrategie.ulm.de/



 

Professor von Schwerin, Projektleiter der Technischen Hochschule Ulm im InnoVET-Projekt Exzellenz Handwerk, stellte im dritten Vortrag der Fachtagung "Smart Day" die DASU vor, das Zentrum für Digitalisierung, Analytics & Data Science Ulm. Die DASU bündelt vorhandene Forschungs- und Weiterbildungskapazitäten und unterstützt Unternehmen bei der digitalen Transformation. Ein wichtiger Stichpunkt ist hierbei das Thema KI-Bewusstsein. Um KMU in der digitalen Transformation zu unterstützen, realisiert die DASU beispielsweise Projekte hinsichtlich Private GPT in den Unternehmen.

 

Als vierten Vortragenden durften wir Johannes August von ESS Kempfle GmbH bei uns begrüßen. Als Leiter der neu gegründeten Solarakademie sprach er in seinem Vortrag über das Thema "KI als Brückenbauer - Sprachbarrieren überwinden leicht gemacht".

 

Die Herausforderung "Fachkräftemangel" ist allgegenwärtig und auch im Handwerk spürbar. Darauf reagiert die Politik. Die neue Stufe des Fachkräfteeinwanderungsgesetz verspricht zahlreiche gute Ansätze und ausländische Fachkräfte können schneller integriert werden. Dennoch - sprachlich Hürden bleiben. Denn Sprachkurse zeigen erst zeitverzögert Ergebnisse. Die Kommunikation mit KollegInnen und KundInnen steht aber von Tag 1 an auf dem Programm.

 

In seinem Vortrag stellte Johannes August KI-Tools vor, die bei ESS Kempfle und in der Solarakademie eingesetzt werden, um die Integration, die Weiterbildung und die Kommunikation im Unternehmen sprachenübergreifend zu ermöglichen.

 

Für das neu entwickelte KI-basierte Schulungstool, das in der Solarakademie eingesetzt wird, war ESS Kempfle und die Solar Akademie für den Deutschen Fachkräftepreis 2024 des Bundesministerium für Arbeit und Soziales nominiert! https://www.ess-kempfle.de/news/fachkraeftepreis/

 

  • Tool 1: HeyGen - Die Video-Wocheninformationen des Geschäftsführers wird in Fremdsprachen übersetzt. Dadurch können fremdsprachige Mitarbeiter in Unternehmensleben integriert werden und die Informationsweitergabe ist gesichert.

 

  • Tool 2: Synthesia - KI-gestützte Erstellung von Schulungs- und Lerninhalten, die sprachlich frei skalierbar ist. Einfache Adaptionen der Lerninhalte sind mit einem reduzierten Personalaufwand möglich!

 

  • Tool 3: Google Translate - Monteure nutzen das Tool bei Kundenterminen, um ohne Sprachbarrieren interagieren zu können. Damit kann auf einfache Weise der Informationsfluss sichergestellt werden!



Diana Plümper, Projektleitung im InnoVET-Projekt Exzellenz Handwerk, stellte als 5. Vortragende die bisherige Erfolgsgeschichte und die Ergebnisse des Projekts Exzellenz Handwerk, einzelne Prozesse und entwickelte Dokumente zum Bildungsprodukt vor und gab Impulse für einen Transfer in andere Bildungseinrichtungen und Gewerke. Den Fokus lag dabei auf der Chance der höherqualifizierenden Berufsbildung für das Handwerk. Betriebe sind zunehmend auf höherqualifizierte Mitarbeitende mit spezialisierten Kompetenzen angewiesen. Es müssen alternative Bildungsangebote entwickelt werden, die Fachkräfte höherqualifizieren und ihnen neue Karrierechancen eröffnen. Die beiden neu entwickelten Fortbildung "Geprüfter Berufsspezialist für intelligente Gebäudetechnik und Systemvernetzung (HWK Ulm)" sowie "Bachelor Professional in intelligenter Gebäudetechnik und Systemvernetzung (HWK Ulm)" bieten für die Herausforderung im E-Handwerk die innovative Chance seitens der höherqualifizierenden Berufsbildung.

 

Expertise aus der Praxis, der Wissenschaft und der Bildung wurde im Podiumsgespräch "Synergien schaffen: Gewerkeübergreifende Zusammenarbeit in Smart Home Projekten" verzahnt. Die Teilnehmer des Gesprächs beschäftigten sich unter anderem mit Fragen wie: "Welche Wichen müssen für eine effektive gewerkeübergreifende Zusammenarbeit gestellt werden? Wo sehen Sie Unterstützungsbedarf seitens der Kammern, Verbände und Innungen? Welche Bedarfe gibt es in der Aus- und Weiterbildung?". Einen ausführlichen Einblick in das Podiumsgespräch finden Sie in Kürze auf unserem Blog.

 

Außerdem durften wir Herrn Marco Della Penna, Mitgründer der Tecomon GmbH sowie Herrn Peter Lierhammer, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Stuttgart als Vortragende begrüßen. Mit Ihrem sehr praxisorientierten Vortrag "Nichtwohngebäude mit Intelligenz – Von der Idee zur Umsetzung im Reallabor CampUs hoch i der Universität Stuttgart mit dem Tecomon System" konnten Sie das Fachpublikum begeistern.


Welch innovative und große Projekte Elektrotechnik Betriebe in der Praxis realisieren stellte Michael Strobl, Geschäftsführer von Elektrotechnik Strobl, im letzten Vortrag der Fachtagung "Smart Day" vor. Seit der Firmengründung 1996 erweiterte er nicht nur sein Firmennetzwerk durch verschiedenste Tochterfirmen, sondern realisierte große Projekte im deutschsprachigen Raum. In der Nähe des Kammergebiets der Handwerkskammer Ulm zählen dazu unter anderem die Sparkasse Neu-Ulm, die Zentrale der GEFRO in Memmingen, die Donau Iller Bank Ehingen sowie der Flughafen Memmingen. Im InnoVET-Projekt Exzellenz Handwerk ist Michael Strobl als Prüfungsausschussvorsitzender der Fortbildung "Bachelor Professional" tätig. Mitarbeiter Jannik Kübek konnte 2022/2023 erfolgreich die Fortbildung zum "Geprüften Berufsspezialisten" abschließen und startete im April 2024 in die zweite Fortbildungsstufe zum "Bachelor Professional". 



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